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Waffenrecht

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Waffenrecht
Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner zu Waffenrechtsfragen und notwendige Formulare zum Herunterladen.
Polizei Heinsberg

Den Umgang mit Waffen regelt auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland das Waffengesetz (WaffG). Als weitere gesetzliche Grundlage ergänzt die Allgemeine Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) diese Regelungen. Weiterhin sind die Waffenbehörden durch die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) zu einem einheitlichen Vollzug des Waffengesetzes angehalten.

Waffenrecht

Der Umgang mit Waffen, insbesondere mit Schusswaffen und ihnen gleichgestellten Gegenständen bedarf in vielen Fällen einer behördlichen Erlaubnis. In NRW ist grundsätzlich die Kreispolizeibehörde, in deren Bereich der gewöhnliche Aufenthalt des Waffenbesitzers beziehungsweise des Antragstellers liegt, für die Durchführung des Waffenrechts und für die Erlaubniserteilung zuständig.

"Grenzen" des Waffenrechts

Der Kreis Heinsberg liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Bitte beachten Sie, dass das Waffenrecht nationales Recht ist und die deutschen Erlaubnisse, auch der 'Kleine Waffenschein', nur in Deutschland Gültigkeit besitzen. Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Stichwort "Europäischer Feuerwaffenpass".

Generell können auch Waffen, die hier keiner Erlaubnis bedürfen (Messer, Reizgas, Schreckschusswaffen),
NICHT bedenkenlos über die Grenze mitgenommen werden.

Ihre Ansprechpartner

Für waffenrechtliche Fragen stehen Ihnen bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg mehrere Ansprechpartner mit unterschiedlichen Schwerpunkttätigkeiten zur Verfügung:

  • N.N.
    • waffenrechtliche Angelegenheiten für Vereine, Schießstände, Verfahren nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz, Waffenverbote, Versammlungsrecht und erkennungsdienstliche Maßnahmen
  • Herr Christoph Liphardt 
    • allgemeine waffenrechtliche Angelegenheiten
  • Herr Wilfried Holzweiler
    • allgemeine waffenrechtliche Angelegenheiten und Sprengstoffrecht
  • Frau Iris Hentschel:
    • Kleiner Waffenschein

Antragstellung

Anträge auf die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis oder sonstige Anfragen können schriftlich gestellt werden und senden Sie bitte per Post oder per E-Mail an die nebenstehende Erreichbarkeit des Sachgebiets ZA 1.2 der Polizei Heinsberg. Die entsprechenden Formulare finden Sie unter "Vordrucke / Anträge".

Bitte beachten Sie, dass bereits die Antragstellung gebührenpflichtig ist.

Allgemeine Informationen zum Waffenrecht finden Sie auf der Landesseite der Polizei NRW.

 

FAQs

Erfordernisse an Waffenbesitzer

Um in den Besitz einer Waffe zu gelangen, sind die Voraussetzungen zu beachten, die im Waffengesetz beschrieben sind, hierzu gehören u. a. die Vollendung des 18. Lebensjahres, die erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung, die Vorlage eines Sachkundenachweises sowie der Nachweis eines Bedürfnisses (z. B. Jäger oder Sportschütze).

Waffenbesitzkarte (WBK)

Eine Waffenbesitzkarte ist die behördliche Erlaubnis, eine Waffe zu erwerben und zu besitzen. Es gibt Waffenbesitzkarten für Sportschützen, Jäger und Vereinswaffen.

Waffenschein

Der Waffenschein ist die behördliche Erlaubnis, eine Waffe zu führen (das Tragen einer Waffe außerhalb des befriedeten Besitzes des Eigentümers). Der Waffenschein wird nur in streng geregelten Ausnahmen erteilt (Personenschützer, Werttransportunternehmen, gefährdete Personen). Bei gefährdeten Personen zählt aber nicht das persönliche Empfinden, gefährdet zu sein. Hier muss eine echte, d. h. objektive Gefährdung vorliegen (z. B. Richter, Staatsanwälte).

Kleiner Waffenschein

Durch den kleinen Waffenschein wird die Erlaubnis erteilt, Schreckschusswaffen (Knall und Gas) mit dem PTB Zeichen (Physikalisch Technische Bundesanstalt) in der Öffentlichkeit zu führen. Ausnahme: Öffentliche Veranstaltungen, Versammlungen.
Für das Führen von Reizgas-Sprayflaschen ist der kleine Waffenschein nicht erforderlich.

Führen von waffenähnlichen Gegenständen

Zu diesen Gegenständen gehören u. a. Messer, Anscheinswaffen (echten Waffen täuschend ähnlich) sowie Hieb- und Stoßwaffen. In der Regel ist der Besitz ab vollendetem 18. Lebensjahr frei, doch das Führen dieser Gegenstände wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Das Bußgeld kann bis zu 10.000 € betragen. Auch Schützenbruderschaften benötigen eine Erlaubnis zum Führen von Degen und Säbel bei öffentlichen Auftritten.

Waffenverbot

Die zuständige Waffenbehörde kann jemandem den Besitz von Waffen oder Munition, deren Erwerb der Erlaubnis bedarf, untersagen, soweit es zur Verhütung von Gefahren für die Sicherheit oder Kontrolle des Umgangs mit diesen Gegenständen geboten ist. Das Waffenverbot kann sich auch auf erlaubnisfreie Waffen erstrecken.

Schießstätten

Das Schießen ist – außer bei der Jagdausübung – nur auf Schießstätten erlaubt. Diese Schießstätten bedürfen der Erlaubnis der zuständigen Waffenbehörde. Sie werden mit einem Schießstandsachverständigen in gesetzlich festgelegten Abständen begutachtet. Das Schießen außerhalb von Jagden und Schießstätten bedarf einer besonderen Erlaubnis im Einzelfall.

Europäischer Feuerwaffenpass

Der Kreis Heinsberg liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Trotz EU ist das  Waffenrecht nach wie vor ein nationales Recht. Somit enden auch die deutschen Erlaubnisse – auch der Kleine Waffenschein - an der Grenze.

Um eine Feuerwaffe (Jagdwaffe, Sportwaffe) z.B. in die Niederlande mitzunehmen oder zu verbringen, bedarf es einer internationalen Erlaubnis, genannt: Europäischer Feuerwaffenpass

Auch Waffen, die keiner Erlaubnis bedürfen (Messer, Reizgas, Schreckschusswaffen), können NICHT bedenkenlos über die Grenze mitgenommen werden.
Hier sollten Sie sich vor einer geplanten Mitnahme bei der Polizei des Einreiselandes erkundigen.

 

 

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